Neue Metaanalyse gibt erneut Hinweis auf den möglichen Zusammenhang zwischen Rauchen und Haarausfall

Dass Rauchen ein Risikofaktor für Haarausfall ist, wird schon länger diskutiert. In der neuen Metaanalyse [1] wurde der Zusammenhang zwischen dem Ausmaß des Rauchens und dem Fortschreiten der androgenetischen Alopezie bei Männern untersucht. Die Ergebnisse zeigten bei den ehemaligen und noch Rauchern eine signifikant höhere Wahrscheinlichkeit für eine Entstehung von Haarausfall mit männlichem Muster (p < 0,05).

Die acht Studien, die in der Metaanalyse untersucht wurden, sind Querschnitts- sowie Fallkontrollstudien. Raucher zeigten eine 82% höhere Wahrscheinlichkeit, einen Haarausfall mit männlichem Muster zu entwickeln im Vergleich zu Männern, die nie geraucht haben (pooled odds ratio (OR) = 1,82, 95% confidence interval (CI): 1,55–2,14).

Bei Rauchern, die pro Tag mindestens 10 Zigaretten rauchen, lag die Wahrscheinlichkeit um 92% höher für das Auftreten des Haarausfalls als bei Rauchern, die weniger als 10 Zigaretten täglich rauchen (pooled OR = 1,96, 95% CI: 1,17–3,29).

Die Wahrscheinlichkeit für das Fortschreiten des Haarausfalls vom Stadium I–III zum Stadium V–VII (Hamilton-Norwood-Schema) lag bei ehemaligen und noch Rauchern um 27 % höher als bei Nichtrauchern (pooled OR = 1,27, 95% CI: 1,01–1,60).

Zwischen der Intensität des Rauches und der Krankheitsprogression konnte in der Studie keine signifikante Assoziation (p ≥ 0,05) festgestellt werden.

Diese Ergebnisse liefern erneut Hinweis auf den möglichen Zusammenhang zwischen Rauchen und Haarausfall bei Männern. Der genaue Mechanismus, wie das Rauchen den Haarausfall begünstigen kann, soll in weiteren Studien untersucht werden. Möglichweise spielt ein durch das Rauchen beeinflusster Hormonhaushalt eine Rolle.


Quellen:
[1] Gupta et al. J Cosmet Dermatol. 2024;00:1–6. https://doi.org/10.1111/jocd.16132.